Geschichte

Freiwillige Feuerwehr Löschbezirk Oberbexbach“

Chronik

1558 Das Dorf hatte 17 Feuerstellen

12 zur westlichen Hälfte (Grafschaft Nassau Saarbrücken) und 5 zur östlichen Hälfte (Herzogtum Zweibrücken)

1748 Dorfordnung für das Dorf Oberbexbach in dem gemeindlichen Amte Homburg

Art. 22 Feuersgefahr und deren Abwendung betreffend

1757 Dorfordnung für die Meierei Mittelbexbach (Oberbexbach gehörte zur Meierei Mittelbexbach)

Sonderbestimmung für die Meierei Mittelbexbach in der Nassau-Saarbrückchen Dorfordnung 02.09.1757

1868 „Gründung von Feuerwehren tunlichst zu fördern, und deren Entwicklung auf jede zulässige

Weise zu unterstützen“

Staaatsministerium des Innern vom 22. August 1868

1877 Aufstellung einer „Feuerlöschordnung“

14.04.1877 / 10.05.1877 / 23.09.1877 vom Gemeinderat abgelehnt und am 23.09.1880 zugestimmt.

1880 Gründung einer „Pflichtfeuerwehr“ in Oberbexbach

Auf Grund der Gemeinderatszustimmung vom 23.09.1980

1921 Erstmals wird ein Feuerwehrkommandant mit Namen in einem Protokoll genannt.

Peter Schön geb.19.04.1891

1926 Bemühungen um Gründung einer „Freiwilligen Feuerwehr“

1927 Gründung der „Freiwilligen Feuerwehr Oberbexbach“  

Erster Kommandant war Jakob Pflüger geb. 26.02.1899

Kommandanten nach der Gründung der „Freiwilligen Feuerwehr Oberbexbach“

Jakob Pflüger *26.02.1899 05.01.1970 Kommandant von Gründung 15.Mai 1927 bis 16.Feb. 1930

Otto Fuchs *23.08.1897 04.07.1972 Kommandant vom 02.März 1930 bis 19.Okt.1930

Karl Müller *20.08.1897 26.06.1976 Kommandant vom 19.Okt.1930 bis 1937

Ludwig Hans *17.03.1896 13.08.1964 Löschzugführer von 1937 bis Sept. 1943

Alois Schmid *24.12.1906 14.06.1979 Wehrführer vom Sept.1943 bis 15.Sept.1968

1928 Sirenenalarmierung in Oberbexbach eingeführt.

1931 Erstmalige Zusammenarbeit mit dem „Roten Kreuz“

1933 „Gesetz über das Feuerlöschwesen“ Neues Gesetz im Reichsgebiet.

Nach der Rückgliederung des „Saargebietes“ (1935) an das Deutsche Reich auch im „Saarland“ gültig.

1934 Neue fahrbare mechanische Leiter. Steighöhe 12,60 Meter

1934 „Bezirksfeuerwehrtag“ in Oberbexbach

1935 Neuorganisation der „Freiwilligen Feuerwehr“

Rückgliederung des Saarlandes an das Deutsche Reich. Oberbexbach und Frankenholz werden eine „Amtswehr“

1937 Karl Müller wird „Ehrenkommandant“ und somit 1. Ehrenmitglied

1937 Am 01.04.1937 entsteht die „Großgemeinde Höcherberg“

Die Feuerwehren werden zur „Amtswehr Höcherberg“ Wehrführer wird F.Schappe

1938 Erstes Löschfahrzeug für die „Amtswehr Höcherberg“ wurde in Höcherberg-M stationiert

1938 „Reichsgesetz über das Feuerlöschwesen“ schafft ein einheitliches Recht im gesamten Reichsgebiet.

1939 „Hitlerjungen müssen ab dem 15. Lebensjahr der Feuerwehr zur Verfügung stehen.“

Erlass der Reichsregierung.

1941 Gestellung von „Bereitschaftswachen zur Waldbrandbekämpfung“

1943 Anschaffung der ersten „Motorspritze“ für die „Freiwillige Feuerwehr Oberbexbach“

1944 Großeinsatz nach Bombenabwurf, 2 tote Menschen wurden geborgen

1945 Großeinsatz, Vollbrand der „Luitpoldschule“ in Frankenholz

1947 Die Fahrzeuge der saarländischen Feuerwehren dürfen wieder rot gestrichen werden

1947 Im April wird die Großgemeinde „Höcherberg“ aufgelöst

1950 Neues Feuerwehr-Gerätehaus hinter dem Rathaus in der Dorfmitte

1952 Anschaffung einer Motorspritze TS 8/8

1953 Erstes Löschfahrzeug ein LF 8 „Citroen“ wird in Dienst gestellt.

1956 Großbrand im Pfalzziegelwerk in Mittelbexbach

1957 Feuerwehrfest zum 30 jährigen Bestehen der „Freiwilligen Feuerwehr Oberbexbach

1960 Gründung der „Jugendfeuerwehr Oberbexbach“

Die erste im Kreis Homburg und die 5. im Saarland

1964 Die ersten Jugendfeuerwehrmänner werden in die aktive Wehr übernommen

1965 Neues Löschfahrzeug LF 8 „Mercedes“ mit einer Vorbaupumpe wird in Dienst gestellt

1967 „Feuerschutzgesetz“ neues Gesetz im Saarland.

Die Altersgrenze wird auf 60 Jahre festgesetzt

1968 „Wehrführer“ Alois Schmid beendet seine aktive Feuerwehrzeit, wegen o.g. 60 Jahre

Er wird zum „Ehrenwehrführer“ ernannt und somit 2. Ehrenmitglied unserer FF

1968 Führungswechsel in der „Freiwilligen Feuerwehr Oberbexbach“

Commercon Heinz wird als Nachfolger von Schmid A. zum Wehrführer gewählt.

Wehrführer der „Freiwilligen Feuerwehr Oberbexbach“ ab 1968

Commercon Heinz *30.01.1926 02.09.1996 Wehrführer vom 15.Sept.1968 bis August 1972

Huber Fridolin *16.05.1930 15.11.1995 Wehrführer vom 27.Aug.1972 bis Oktober 1973

Berger Hans Dieter *19.11.19440 Wehrführer vom 07.Okt.1973 bis Januar 1974

(ab 01.01.1974) Löschbezirksführer vom Januar1974 bis 08.Feb.1987

1969 Werden weitere 3 Sirenen in Oberbexbach zur Alarmierung installiert

1970 Ein Atemschutzgerät (Matter RU 44 Pressluftatmer) stellt die Landesregierung zur Verfügung.

Um einen gesicherten Einsatz zu gewährleisten kauft die Gemeinde Oberbexbach ein Zweites dazu.

1970 Neues „Feuerwehrgerätehaus“ hinter dem Bürgermeisteramt wird bezogen

1971 Gründung einer „Altersabteilung“ in unserer Feuerwehr

1971 Großbrand, Turnhalle des Turnvereins Bexbach

1971 Erstmals wird eine „Freistellung vom Wehrdienst“ ausgesprochen

Der Feuerwehrmann Leis Gottfried musste sich für 10 Jahre Feuerwehrdienst verpflichten

1971 Wird in Homburg die „Kreisfunkalarmzentrale“ KFAZ in Dienst gestellt

Ab sofort können die Sirenen im gesamten Kreisgebiet über Funk gesteuert ausgelöst werden

1972 „Wehrführer“ Commercon Heinz tritt nach 4 Jahren Amtszeit zurück

1972 Führungswechsel in der „Freiwilligen Feuerwehr Oberbexbach“

Huber Fridolin wird als Nachfolger von Commercon H. zum Wehrführer gewählt

1972 Huber Fridolin wird zum „Kreisjugendfeuerwehrwart“ ernannt, der Erste im Kreis Homburg

1972 Die „Leistungsspange der deutschen Jugendfeuerwehr“ wird zum ersten Mal erworben.

1972 Großbrand in Bexbach bei der Bedachungsfirma Zenzius

1972 Werden erstmals 10 Feuerwehrmänner nach einer Tauglichkeits-Untersuchung G 26 als

Atemschutzgeräteträger für tauglich befunden

1973 Enormer Anstieg der Einsätze in diesem Jahr

4 Einsätze an einem Tag 24.03.1973, 16 Einsätze im Monat März, 33 im Jahr 1973

1973 Neueinkleidung mit Uniformen. Beschaffung von 32 neuen Uniformen.

1973 Resolution der „Freiwillige Feuerwehr Oberbexbach“

Ultimative Forderungen an die Gemeinde und den Gemeinderat Oberbexbach

1973 Die Resolution wird in einer Gemeinderatssitzung am 16.08.73 wieder zurückgezogen

1973 „Wehrführer“ Huber Fridolin tritt nach einjähriger Amtszeit zurück

1973 Führungswechsel in der „Freiwilligen Feuerwehr Oberbexbach“

Berger Hans Dieter wird als Nachfolger von Huber F. zum Wehrführer gewählt

1974 Gebiets- und Verwaltungsreform im Saarland

Die Feuerwehren von Höchen, Frankenholz, Oberbexbach, Bexbach, Niederbexbach und Kleinottweiler

werden zur „Freiwilligen Feuerwehr Bexbach“ mit 6 „Löschbezirken“ zusammengelegt.

Wir nennen uns ab jetzt: „Freiwillige Feuerwehr Bexbach, Löschbezirk Oberbexbach“

1974 Großbrand (05.02.74) der Firma „Rahm und Kampmann“ in Bexbach, Poststraße

1974 Großbrand (04.06.74) in der Firma „Petrocarbona“ auf dem Grubengelände St.Barbara

1974 Erstmals Wahl eines „Wehrführers“ der „Freiwilligen Feuerwehr“ der Stadt Bexbach

Helmut Ruffing aus dem Löschbezirk Frankenholz wird 1. Wehrführer in der neuen Stadt Bexbach

1975 Feuerwehrmänner erwerben das „Saarländische Feuerwehr Leistungsabzeichen“

Erstmals erwerben 9 Mann aus Obb. bei einer Abnahme in Elversberg dieses Leistungsabzeichen in Silber

1975 Gemeinsamer Kameradschaftsabend aller 6 Löschbezirke der „FF Bexbach“

Erstmals am 11.Oktober 1975 findet in Frankenholz dieser „Gemeinsame Kameradschaftsabend“ statt.

1976 Verstirbt am 26.Juni unser 1. „Ehrenmitglied“ und „Ehrenkommandant“ Karl Müller

1977 Stehempfang zum 50 jährigen Bestehen der „Freiwilligen Feuerwehr“ in Oberbexbach

11 Gründungsmitglieder von 45 konnten begrüßt werden

1979 Verstirbt am 14.Juni unser 2. „Ehrenmitglied“ und „Ehrenwehrführer“ Alois Schmid

1979 „Löschbezirksführer“ Berger HD. wird bestätigt und für weitere 6 Jahre wieder gewählt

1980 Die „Jugendfeuerwehr Oberbexbach“ feiert ihr 20 jähriges Bestehen

1982 Wird eine 4 Tage-Fahrt nach München durchgeführt.

1982 Gemeinsames Feuerwehr-Gerätehaus für Bexbach und Oberbexbach ?

Kam nicht zustande, der „Löschbezirk Bexbach-Mitte“ erhielt ein neues Haus in der Lessingstraße

1983 Großbrand (11.06.1983) im „Sägewerk Rauch“ in Bexbach

1983 Ausrüstung um ein weiteres Fahrzeug erweitert

vom „Löschbezirk Kleinottweiler“ ein Tragkraftspritzenfahrzeug TSF übernommen

1984 Die ersten 6Funkmeldeempfänger zur stillen Alarmierung in Betrieb genommen

1984 „Wanderpokal der Jugendfeuerwehr der Stadt Bexbach“ wird eingeführt

Bei den Wettkämpfen 1984 / 1985 und 1986 siegte die „Jugendfeuerwehr Oberbexbach“

1984 Einführung einer „Ehrenplakette des Löschbezirks Oberbexbach“ am 08.01.1984

Als Erster erhält der scheidende „Kreisbrandmeister“ Willi Schwarz diese Ehrenplakette.

1985 Wird ein größeres Platzangebot für die Feuerwehr gefordert

Begründung: steigende Mannschaftsstärke bei den Aktiven, der Jugendfeuerwehr und ein weiteres Fahrzeug

1985 Einsatz 5/1985 Wohnhausbrand in Oberbexbach

Hund „Blacky“ weckt die Hausbewohner, diese konnten sich in letzter Minute retten

1985 Großbrand (23.09.85) in der Kofferfabrik „Westkoffer“ in der Kolling in Bexbach

1985 Erstmals Erwerb des „Saarländischen Feuerwehr Leistungsabzeichen in Gold“

1986 „Löschbezirksführer“ Berger HD. wird bestätigt und für 6 weitere Jahre wieder gewählt

1986 Steigt die Mitgliederzahl der aktiven Feuerwehrmänner wieder über 40

Bei der Gründung 1927 waren es 45 aktive Feuerwehrmänner

1986 „Situationsbericht der Feuerwehrgerätehäuser in Bexbach“ wird erstellt

Lt. diesem Bericht beträgt das Platzangebot der Feuerwehr in Oberbexbach Minus 53 %

1987 Ärmelabzeichen für unsere Uniformen beschafft und aufgenäht

Das Ortswappen von Oberbexbach mit Beschriftung „ Freiwillige Feuerwehr Löschbezirk Oberbexbach“

1987 Löschbezirksführer“ Berger HD. legt sein Amt 1 Jahr nach seiner 2. Wiederwahl nieder

1987 Führungswechsel im „Löschbezirk Oberbexbach“

Leis Gottfried wird als Nachfolger von Berger HD. Zum Löschbezirksführer gewählt

Löschbezirksführer des „Löschbezirks Oberbexbach“ ab 1987

Leis Gottfried *14.12.1949 Löschbezriksführer vom 08.Feb.1987 bis 30.März 1996

Schmelzer Stefan *11.09.1961 Löschbezirksführer vom 30.März 1996 bis Februar 2002

Braun Jörg *16.11.1962 Löschbezirksführer vom Februar 2002 bis 23.Februar 2008

Johann Werner *31.10.1965 Löschbezirksführer ab 23. Februar 2008 für 6 Jahre gewählt

1987 Feier zum 60 jährigen Bestehen der „Freiwilligen Feuerwehr“ in Oberbexbach

Die Feier findet im Volkshaus in Oberbexbach statt

1988 Wird erstmals ein „Tag der offenen Tür“ im „Löschbezirk Oberbexbach“ gefeiert

1988 „Gesetz über den Brandschutz und Hilfeleistung im Saarland“ tritt in Kraft.

Erstmals dürfen Frauen in den aktiven Feuerwehrdienst aufgenommen werden.

1990 Feiert die „Jugendfeuerwehr Oberbexbach“ ihr 30 jähriges Bestehen.

1990 Waren erstmals über 50 Einsätze in einem Jahr zu verzeichnen.

1993 „Löschbezirksführers“ Leis G. wird bestätigt und für weitere 6 Jahre wiedergewählt.

1993 „Kreisfeuerwehrverband Saarpfalz e.V.“ wird gegründet.

1993 Erste Veranstaltung im neuen Feuerwehr-Gerätehaus am „Stockwäldchen“

Der Nikolaus besucht die Kinder der Feuerwehrangehörigen.

1993 Großeinsatz bei der Hochwasserkatastrophe in Saarbrücken. 22. und 23.12.1993

1994 Im Mai findet die offizielle Schlüsselübergabe des neuen Feuerwehr-Gerätehauses statt.

Freitags Eröffnung mit dem Wettkampf um den „Stadtpokal der Jugendfeuerwehr“

Samstag Feier eines Festkommerses und am Sonntag fand ein großer Festumzug statt.

1995 „Nicht einsatzbereit“ meldete der „Löschbezirk Oberbexbach“

8 Wochen waren wegen technischen Mängeln beide Löschfahrzeuge LF 8 und TFS außer Betrieb.

1995 Am 15.11.1995 verstirbt unser ehemaliger „Wehrführer“ (1972-1973) Huber Fridolin

1996 25 Jahre Altersabteilung in Oberbexbach. Stärke: 3 Mann

1996 Leis Gottfried wird zum Wehrführer der „Freiwilligen Feuerwehr Bexbach“ gewählt.

Deshalb ist eine Neuwahl des Löschbezirksführers notwendig.

1996 Führungswechsel im „Löschbezirk Oberbexbach“

Stefan Schmelzer wird als Nachfolger von Leis G. zum Löschbezirksführer gewählt.

1996 Am 02.09.1996 verstirbt unser ehemaliger „Wehrführer“ (1968-1972) Heinz Commercon

1996 „Feuerwehr Förderverein“ wird in Oberbexbach gegründet.

Vorsitzender: Klaus Bernspitz.

1997 Einsatz 06/97 Bergen einer Leiche. Ertrunken in einem Regenrückhaltebecken.

1997 Am 09.07.1997 Unwetter über Bexbach. 100 Einsatzstellen an einem Tag.

1998 Neues Löschfahrzeug, ein LF 8/6 Mercedes Benz

1999 Weiteres Löschfahrzeug, ein LF 16 Mercedes wird vom Löschbezirk Bexbach übernommen.

1999 Das TSF Ford wird „außer Dienst“ genommen.

2000 40 Jahre „Jugendfeuerwehr Oberbexbach“

Im Rahmen des „Kreis-Jugend-Feuerwehr-Tag“ in einem großen Zeltlager gefeiert. Festkommers und Festumzug der Jugendfeuer-Wehren des Saar Pfalz Kreises.

2001 Freiwillige Feuerwehr Löschbezirk Oberbexbach ist online.

www.feuerwehr-oberbexbach.de

2002 Löschbezirksführer“ Schmelzer St. tritt 1 Jahr nach seiner Wiederwahl zurück.

2002 Führungswechsel im „Löschbezirk Oberbexbach“

Braun Jörg wird als Nachfolger von Schmelzer St. zum Löschbezirksführer gewählt.

2003 Berger Hans Dieter (Löschbezirksführer 1972-1987) wird zum „Ehrenlöschbezirksführer“ ernannt

und wird somit das 3. Ehrenmitglied der Feuerwehr in Oberbexbach

2006 An das Gerätehaus wird eine Garage angebaut.

2006 Die Altersabteilung, zurzeit mit 11 Mitgliedern, besteht nun 35 Jahre.

2006 „Neuordnung des Brand- und Katastrophenschutzrechts im Saarland“ (SBKG)

Im November wurde dieses Gesetz (Gesetz Nr.1067) vom saarländischen Landtag beschlossen.

2007 Im März besteht die „Freiwillige Feuerwehr Löschbezirk Oberbexbach“ 80 Jahre

Dazu kommen noch 47 Jahre „Pflichtfeuerwehr Oberbexbach“ 1880 – 1927

2008 „Löschbezirksführer“ Braun Jörg stellt sich nicht zu einer Wiederwahl.

2008 Führungswechsel im „Löschbezirk Oberbexbach“

Johann Werner wird am 23. Februar 2008 mit nur 1 Gegenstimme zum Löschbezirksführer gewählt.

2008 „Bedarfs- und Entwicklungsplanung für den Brandschutz und dieTechnische Hilfe zur Regelausstattung

der Feuerwehren mit Fahrzeugen“

Zu dieser Erstellung sind die Kommunen lt. der „Verwaltungsvorschrift zur Erstellung einer Bedarfs- und Entwicklungsplanung für den Brandschutz und die Technische Hilfe zur Regelausstattung der Feuerwehren mit Fahrzeugen“ (Planungs- und Ausstattungs VV)vom 18. September 2007 bis Ende des Jahres 2008 verpflichtet.

2009 Bekanntgabe dieses Gutachtens

zeigt u. a. eine Planung zur Fahrzeugbeschaffung weit über das Jahr 2010 hinweg, dass keine Notwendigkeit von Zusammenlegungen von Löschbezirken besteht und dass eine Aufstellung einer Hauptberuflichen Feuerwehr in der Stadt Bexbach ein jährlicher Kostenaufwand von min. 2 Mio. € mit sich bringen würde

2010 130 Jahre Feuerwehr in Oberbexbach 1880-1927 „Pflichtfeuerwehr“

1927-2010 „Freiwillige Feuerwehr“

130 Jahre Feuerwehr in Oberbexbach

Das Jahr 2010 ist für Oberbexbach nicht nur ein wichtiger Meilenstein in der 700 Jahre alten Geschichte, sondern auch im Brandschutz. Denn vor genau 130 Jahren, im September des Jahres 1880 fasste der Gemeinderat Oberbexbach-Frankenholz einen wichtigen Beschluss in Sachen Brandschutz. Dieser September vor 130 Jahren ist einer der wichtigsten Zeit-Momente in der Geschichte der „Feuerwehr“ in Oberbexbach, genau genommen die Geburtsstunde. Wenn in der Vergangenheit Gründungs-Jubiläum gefeiert wurde, bezog sich dieses Datum immer auf die Gründung einer „Freiwilligen Feuerwehr“ im Jahr 1927. So wurde nicht nur in Oberbexbach verfahren, auch in den anderen Stadtteilen ebenso. Aber die Geschichte der „Feuerwehren“ in unserer Stadt Bexbach beginnt schon viel früher was eindeutig in den, im städtischen Archiv befindlichen, Protokollen von Gemeinderatssitzungen nachzulesen ist. Diese handgeschriebenen Sitzungsprotokolle sind somit belegbare Zeichen von Gründungen einer „Feuerwehr“ in der Gemeinde Oberbexbach-Frankenholz und in den anderen Stadtteilen. Was war aber vor 1927?

Von einer Organisationsform „Feuerwehr“ in Oberbexbach konnte man bis 1880 nicht reden. Ein geregelter Brandschutz, ja, denn lt. Gesetz, z.B. den Polizeistrafgesetzbücher von 1861 und 1871, war jeder Bürger zur Brandverhütung und Brandbekämpfung, gesetzlich verpflichtet. Die Einwohner/Bürger haben in Gemeinschaftshilfe das Feuer bekämpft.

In den Jahren ab 1868 wurde wegen der steigenden Zahl von Feuersbrünsten von den königlich bayerischen Bezirksämtern, Bezug auf das gültige Polizeistrafgesetzbuch nehmend, den Gemeinden empfohlen: „Feuerlöschordnungen“ zu erlassen und „Feuerwehren“ zu gründen.

Im 43. Circular des königlich bayerischen Bezirksamtes Homburg vom 28.09.1869 ist betreffend, Überhandnahme von Feuersbrünsten, zu lesen: […] Für diejenigen Gemeinden, die noch keine Feuerlöschordnung besitzen, sind solche auf Grund des Art.175 des Polizeistrafgesetzbuches zu erlassen […]

Diesem Circular ist als Anhang ein Schreiben des „Staatsministerium des Innern“ zu München vom 22.08.1868 beigefügt in dem zu lesen ist: […] Nicht minder ist aber auch auf die Gründung und Vervollkommnung jener Einrichtung Bedacht zu nehmen, welche geeignet sind, die erfolgreiche Bekämpfung einer ausgebrochenen Feuersbrunst zu erleichtern. Hierzu gehört zunächst die Erlassung zweckmäßiger Feuerlöschordnungen, die Anschaffung ausreichender und brauchbarer Feuerlöschgeräthschaften und die Errichtung von Feuerwehren. […] Die Distriktspolizeibehörden haben deshalb die Gründung von Feuerwehren tunlichst zu fördern und deren Entwicklung auf jede zulässige Weise zu unterstützen.

Im Circular Nr. 49 des königl. bayer. Bezirksamtes Homburg vom 04.08.1876 steht: […] Ist eine förmliche Feuerwehr zu organisieren.

Ebenso ist in einer Weisung vom 22.03.1877 dieses Bezirksamtes zu lesen: […] Aufstellung einer Feuerlöschordnung damit verbunden auch die Gründung einer Feuerwehr.

In den Gemeinderatssitzungen am 14.04.1877, 10.05.1877 und 23.09.1877 befasste sich der Gemeinderat mit diesen Themen des Feuerlöschwesens: Entwurf einer Feuerordnung, Vorlage einer Feuerlöschordnung und Bildung einer Feuerwehr. Mit der Begründung […] dass eine Mehrbelastung der Gemeinde, die die Aufstellung einer Feuerlöschordnung Gehalt geben muss, nicht mehr möglich ist, oder: […] mit wenigen Ausnahmen sämtliche Ortsbürger auf den Kohle- und Hüttenwerken arbeiten und nicht zur Feuerwehr herangezogen werden können und in Erwägung, dass nach Abrechnung solcher Ortsbürger im Ganzen etwa noch 18 Ortsbürger zur Feuerwehr herangezogen werden können, aus diesem Grund muss der Gemeinderat wiederholt erklären, dass unter solchen Verhältnissen die Bildung einer Feuerwehr und der Entwurf einer Feuerlöschordnung für die gemeinde Oberbexbach nicht möglich sei,

 

oder: […] dass der größte Teil der hiesigen männlichen Bewohner zum größten Teil des Tages in den Steinkohlengruben und Eisenhüttenwerken zubringt und also bei Ausbruch eines Brandes nicht hülfreich Hand bieten kann, und daß sohin die einzelnen Abteilungen einer Feuerlöschordnung nicht mit Mannschaft bestellt werden können, wie es die Stärke der Gemeinde mit sich bringt, daß es bei den bisherigen Bränden in Oberbexbach an Hilfe von Privateimern zum Löschen nie gefehlt hat, wurde der Erlass einer „Feuerlöschordnung“ und die damit verbundene Gründung einer „Feuerwehr“ abgelehnt.

Bis 1880 liegen keine Belege vor, die das Vorhandensein einer „Feuerwehr“ in der Gemeinde Oberbexbach/Frankenholz, egal in welcher Form bestätigen.

Man liest nur von Anschaffungen von „Feuerlöschutensilien“ oder „Feuerlöschgerätschaften“. Jeder Bürger sollte ein Löscheimer im Besitz haben, die darüber hinausgehenden Gerätschaften, wie z.B. Leitern, wurden als „Feuerlöschutensilien oder -gerätschaften“ bezeichnet und von den Gemeinden beschafft.

Im Jahr 1880 wird, nach einer hohen Regierungs-Erschließung vom 08.12.1879, durch das königl. bayer. Bezirksamt Homburg am 31.07.1880 im Circular Nr. 57 erneut auf die Gemeinden zum Entwurf einer Feuerlöschordnung hingewiesen und mit dem Entwurf einer „Distriktspolizeilichen Feuerlöschordnung der pfälzischen Amtsbezirke“ (welche im November 1880 als vollziehbar erklärt und im Januar 1881 zur Einführung gebracht wurde) eingewirkt und mit dem Hinweis […] Das kgl. Bezirksamt ist entschlossen, diesen Entwurf als distriktspolizeiliche Feuerlöschordnung in seinem Bezirke zur Einführung zu bringen.

Im Protokoll der Gemeinderatssitzung Oberbexbach/Frankenholz am 23.09.1880 ist zu lesen:

[…] Die unterzeichneten Bürgermeister und Gemeinderäte der Gemeinde Oberbexbach haben in heutiger Sitzung den durch Circular Nr. 57 vom 31.07.1880 empfohlenen Entwurf obigen Betreffs begrüßt, sind mit dem Entwurf der distriktpolizeilichen Feuerlöschordnung einverstanden und haben gegen […] nichts einzuwenden.

Somit dürfte das Jahr 1880

als Gründerjahr einer „Feuerwehr“ in Oberbexbach bezeichnet werden.

Berger Hans Dieter Brandmeister i.R. und „Ehrenlöschbezirksführer“ Altersabteilung „Löschbezirk Oberbexbach“